Bitkom zu geplanten Startup Factories des Bundes

  • Zwei Drittel der Startups plädieren für mehr öffentlich geförderte Gründungszentren

  • Wintergerst: „Startup Factories setzen genau an der richtigen Stelle an“

Berlin, 06. Juni 2024 - Heute Abend wird Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck auf dem Kongress „25 Jahre EXIST“ bekanntgeben, an welchen Orten ab Juli 2024 neue Startup Factories vorbereitet werden. Die ausgewählten Projekte können mit öffentlicher Unterstützung in den kommenden Monaten ihre eingereichten Wettbewerbsideen weiterentwickeln, mit denen die Ausgründung von Startups aus dem Wissenschaftsbetrieb besser unterstützt werden sollen. Dazu erklärt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst:

„Wir müssen in Deutschland bessere Voraussetzungen für Gründerinnen und Gründer schaffen, ihre Tech-Startups auf den Weg zu bringen. Schon der Start des Wettbewerbs um die Startup Factories war ein wichtiges Signal an die Startupszene. Bundesweit wurden viele Ideen entwickelt und neue Partnerschaften geschlossen. Auch wenn unter den vielen eingereichten Anträgen nicht alle Startup Factories realisiert werden: Wir hoffen, dass möglichst viele der Ideen trotzdem mit Unterstützung der Länder und Wirtschaft weiterverfolgt werden. Zwei Drittel (67 Prozent) der Startups halten laut einer aktuellen Bitkom-Umfrage den Ausbau von öffentlich geförderten Gründungszentren für eine wichtige Maßnahme der Startup-Politik.

Die Startup Factories setzen genau an der richtigen Stelle an – und machen gleich drei Dinge besser als in der Vergangenheit. Mit den Startup Factories will das Bundeswirtschaftsministerium erstens die Ausgründung von Startups aus Hochschulen fördern. Deutschland ist stark bei Wissenschaft und akademischer Forschung rund um Zukunftstechnologien, wir tun uns aber schwer damit, dieses Wissen in marktfähige Lösungen zu übersetzen. Dabei wird inzwischen zweitens auf Leuchttürme von internationalem Niveau gesetzt, die sich in einem vorgelagerten Wettbewerb durchsetzen und in einer Public-Private-Partnership auch Geld aus der Wirtschaft mitbringen müssen, statt auf die Fördermittel-Gießkanne zu warten. Und drittens orientieren sich die Startup Factories am Modell des Münchener UnternehmerTUM und machen damit etwas, was wir in Deutschland viel zu selten tun: Erfolgsmodelle kopieren und auf die lokalen Bedürfnisse anpassen, statt das Rad immer wieder neu zu erfinden.“

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 172 Tech-Startups aus Deutschland online befragt. Die Befragung fand im Zeitraum von KW 7 bis KW 15 2024 statt. Die Umfrage ist nicht repräsentativ, gibt aber ein aussagekräftiges Stimmungsbild für Tech-Startups in Deutschland. Die Fragestellungen lauteten „Stell dir vor, du wärst Bundeskanzlerin bzw. Bundeskanzler. Wie wichtig wäre deiner Meinung nach die Umsetzung der folgenden Maßnahmen im Bereich der Start-up Politik?“

 

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Greta Schnaack
Senior Research Consultant
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