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Research Spotlight 2018-01: Einkaufswelten verbinden – stationär trifft auf online

 

Research Spotlight Einkaufswelten verbinden – stationär trifft auf online Bummeln Sie gerne durch die Stadt und kaufen in den Läden dort ein oder bestellen Sie lieber per Mausklick? Eventuell haben Sie auch keine klare Präferenz? Dies trifft laut einer Studie von Bitkom Research auf fast die Hälfte (46 Prozent) der befragten Online-Shopper zu. Jeder dritte Befragte (33 Prozent) zieht den Einkauf im Internet vor, während jeder Fünfte (21 Prozent) lieber in den Laden geht. Das zeigt vor allem eines: Beide Einkaufswelten – online und offline – stehen gleichberechtigt nebeneinander. Wenn diese voneinander lernen und weiter zusammenwachsen, kann dem Kunden ein ganzheitliches Shoppingerlebnis geboten werden.
 
Online oder offline? – Bitkom Research hat genauer nachgefragt
 
Ein Grund, weshalb viele Personen sich bei der Frage nach der Shopping-Präferenz unentschieden zeigen, besteht darin, dass die Antwort sehr stark davon abhängt, um welche Produkte es geht. So werden elektronische Unterhaltungsmedien wie etwa DVDs, Blu-rays und CDs von der Mehrheit der Befragten (54 Prozent) am liebsten online gekauft.
 
Online-Shopping beliebter
 
Dies gilt auch für den Kauf von Büchern und Elektronik wie Fernseher, Computer, Tablet oder Smartphone. Allerdings gibt es auch Produkte, für die die Deutschen immer noch lieber ins Geschäft gehen. Dazu zählen Lebensmittel und Getränke, die von 87 Prozent vorzugsweise im Super- oder Getränkemarkt statt online gekauft werden. Auch zu Blumen und Pflanzen greifen Kunden lieber vor Ort als online. Sperrige Möbel und Einrichtungsgegenstände (61 Prozent), bei denen oft noch eine hohe Versandgebühr anfällt, sind ebenfalls ein Klassiker des stationären Handels genauso wie Parfüm und andere Drogerieprodukte (55 Prozent), die sich online anders als im Laden nicht testen lassen.
 
Das wird geshoppt
 
Die großen Vorteile des Online-Handels sind Flexibilität, Bequemlichkeit und Zeitersparnis: 77 Prozent der Online-Shopper sagen, dass die Unabhängigkeit von Öffnungszeiten ein wichtiger Vorteil des digitalen Handels ist. Die Warenlieferung bis an die Haustür, sowie die Zeitersparnis, wenn man sich etwa die Parkplatzsuche und das Schlange stehen an der Kasse spart, wird von 75 bzw. 67 Prozent der Online-Einkäufer geschätzt. Darüber hinaus sieht mehr als jeder Zweite (56 Prozent) einen Vorteil darin, im Online-Shop Produkte kaufen zu können, die im stationären Handel nur sehr schwer oder gar nicht erhältlich sind. Vor allem bei den 14- bis 29-Jährigen kommt das gut an: Hier sagen 68 Prozent, dass die größere Produktvielfalt ein wichtiger Vorteil der Online-Shops ist. Eine Mehrheit macht zudem die Erfahrung, dass Produkte im Internet günstiger sind als im Laden.
 
Die Vorzüge des Online-Shoppings überzeugen, weshalb immer mehr Deutsche mehrmals die Woche online einkaufen. So shoppen 5 Prozent der Online-Käufer bereits täglich, 2014 waren es erst 1 Prozent. 14 Prozent kaufen mehrmals pro Woche online ein (2014: 8 Prozent) und 15 Prozent einmal pro Woche (2014: 14 Prozent). Besonders häufig shoppen junge Erwachsene online. Unter den 14- bis 29-Jährigen kaufen bereits 41 Prozent mindestens einmal pro Woche über das Internet ein. Knapp jeder Vierte (23 Prozent) tut dies sogar mehrmals pro Woche. In der Altersgruppe 50 Plus nimmt die Häufigkeit des Online-Shoppings merklich ab. Bei den 50- bis 64-Jährigen kaufen 12 Prozent mehrmals pro Woche online ein, bei den Über 65-Jährigen sind es ebenfalls 12 Prozent. 32 Prozent beziehungsweise 41 Prozent kaufen in diesen Altersgruppen lediglich einmal pro Monat oder seltener online ein. Insgesamt haben im vergangenen Jahr 55 Millionen Bundesbürger online eingekauft, das sind 96 Prozent aller Internetnutzer ab 14 Jahren.
 
Einkaufen im Web
 
Verbraucher wollen sowohl online als auch offline einkaufen und dabei die Vorzüge des Einkaufens im Geschäft mit den Bequemlichkeiten des Online-Shoppings verbinden. Befragt nach ihren Wünschen beim Einkaufen im Geschäft, steht die Lieferung von im Laden gekaufter Ware direkt nach Hause ganz oben. Von allen Befragten gaben 46 Prozent an, dass sie sich diesen Service wünschen würden. Ebenfalls weit oben auf der Prioritätenliste steht WLAN im Geschäft beziehungsweise im Shoppingcenter. Gut vier von zehn Befragten (43 Prozent) ist dies wichtig. Bereits die Information im Internet, ob ein Artikel im Ladengeschäft verfügbar ist, wäre für viele Kunden ein starker Impuls für den Besuch im Geschäft. Mehr als jeder Dritte (35 Prozent) wünscht sich Echtzeit-Informationen auf dem Smartphone über die Produktverfügbarkeit im Ladengeschäft. Lediglich jeder sechste Befragte (17 Prozent) gibt an, keine digitalen Technologien im stationären Handel zu wollen.
 

Bitkom Digital Retail Conference

Wie sich die Customer Experience on- und offline am besten verbinden lässt, diskutieren wir auf der Digital Retail Conference am 17. Mai 2018 mit mehr als 200 Branchenexperten. Wie bekommt und hält man die Aufmerksamkeit des Kunden? Was bewegt ihn zum Kauf? Welchen Service erwartet er heutzutage? Und wie gewinnt man seine Loyalität? Diese und weitere Fragen wollen wir gemeinsam mit Händlern, Logistikern, Anbietern von Hard- und Software sowie Politik und Wissenschaft erörtern. Die Anmeldung zur Veranstaltung ist kostenfrei möglich: https://retail-conference.de/tickets

 
Methodikhinweis: Grundlage der Berechnungen ist eine repräsentative Umfrage, die Bitkom Research unter 1.152 Internetnutzern ab 14 Jahren, darunter 1.104 Online-Einkäufern, durchgeführt hat.
 

Studie zum Download

 

Die Ergebnisse aus einer Reihe von Untersuchungen können im ausführlichen Studienbericht „Shopping digital – Wie die Digitalisierung den Handel tiefgreifend verändert“ nachgelesen werden.