Research Spotlight 2016-02: Bitkom Digital Offi...

Research Spotlight 2016-02: Bitkom Digital Office Index

 

Bitkom Digital Office Index Digitale Technologien helfen Unternehmen und Arbeitnehmern, die bestehenden Prozesse und täglichen Aufgaben zu optimieren. Aktenordner und Papierstapel wandern auf Festplatten oder in die Cloud und der Arbeitsplatz entwickelt sich zum „Digital Office“. Allerdings ist der Weg zum digitalen Büro in deutschen Unternehmen erst zur Hälfte geschafft. Das ist das Ergebnis des Bitkom Digital Office Index (DOI), einer repräsentativen Befragung zur Digitalisierung von Büro- und Verwaltungsprozessen in deutschen Unternehmen. Dabei wurden Geschäftsführer, Vorstandsmitglieder und IT-Leiter von 1.108 Unternehmen aller Branchen mit einer Größe ab 20 Mitarbeitern telefonisch befragt. Der Digital Office Index berücksichtigt drei Teilgebiete: Digitalisierungsvoraussetzungen, den Stand der Umsetzung (Digitalisierungsfortschritt) sowie Digitalisierungseffekte und -perspektive.
 
Aktuell erreicht der Digital Office Index einen Gesamtwert von 50 Punkten, auf einer Skala von 0 („überhaupt nicht digitalisiert“) bis 100 („vollständig digitalisiert“). Mit einem Indexwert von 58 Punkten sind Großunternehmen mit 500 Mitarbeitern oder mehr am weitesten digitalisiert, gefolgt von den Mittelständlern (53 Punkte) und den kleinen Unternehmen (49 Punkte). Vorreiter bei der Digitalisierung von Büro- und Verwaltungsprozessen sind Banken und Versicherungen (52 Punkte), Nachzügler sind die Branchen Chemie, Pharma und Lebensmittelindustrie (47 Punkte).
 
Digital Office Index
 
Dabei ist der Grad der Digitalisierung in den einzelnen Geschäftsbereichen unterschiedlich stark ausgeprägt. Spitzenreiter ist die Produktion und Projektabwicklung, die in 74 Prozent der Unternehmen stark digitalisiert sind (mindestens zu 50 Prozent). Die Abteilungen Personal/Human Resources und Buchhaltung/Finanzen/Controlling sind jeweils in 66 Prozent der Unternehmen ebenfalls stark digitalisiert. Im Ranking folgen dahinter die Geschäftsbereiche Marketing (62 Prozent), Einkauf (54 Prozent), Logistik (53 Prozent) sowie der Bereich Forschung und Produktentwicklung (30 Prozent).
 
Digital Office Index

Am weitesten verbreiteten sind Software-Systeme zur Digitalisierung von Dokumenten wie dem Scannen von Papierunterlagen (51 Prozent). An zweiter Stelle folgen Software-Lösungen für das Prozess-Management, mit der zum Beispiel der Vorgesetzte eine Rechnung oder einen Urlaubsantrag freigeben kann (44 Prozent). Weitere 35 Prozent der Unternehmen nutzen Software zur digitalen Archivierung und Verwaltung von Dokumenten (35 Prozent).
 
Digital Office Index

Als Hemmnisse bei der Einführung und Umsetzung von Digitalisierungsstrategien sehen die befragten Unternehmen vor allem zwei Faktoren: Sowohl der Investitionsbedarf als auch – und das überrascht wenig – das nicht ausreichend vorhandene, qualifizierte Personal verlangsamen den Digitalisierungsfortschritt. Während 71% der Unternehmen ab 500 Mitarbeitern angeben, über die notwendigen Ressourcen zu verfügen, sind es bei Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern nur ca. 60 Prozent.