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Research Spotlight 2016-01: Digitale Transformation

 

Digitale Transformation Die Digitalisierung ist im Zentrum der deutschen Wirtschaft angekommen. Was zuerst nur in einzelnen Branchen wie dem Handel sichtbar war, hat mittlerweile sämtliche Wirtschaftsbereiche erfasst: Musikstreaming, intelligente Fabriken, selbstfahrende Autos oder telemedizinische Patientenbetreuung sind nur wenige von vielen Beispielen des digitalen Wandels. Doch die digitale Transformation bringt nicht nur neue Lösungen und Produkte hervor. Sie verändert Arbeitsabläufe grundlegend, schafft einen veränderten Wettbewerb und bringt Unternehmen dazu, sich neu aufzustellen. Kurz: Sie verändert die Wirtschaft tiefgreifend.
 
Vor diesem Hintergrund hat Bitkom Research mehrere Studien zur Digitalisierung der deutschen Wirtschaft durchgeführt. Die Grundlagenstudie belegt sehr eindrücklich den Wandel: 55 Prozent aller Unternehmen in Deutschland sagen, dass sich infolge der Digitalisierung ihr Geschäftsmodell verändert. Fast die Hälfte beobachtet, dass Wettbewerber aus der Digitalbranche in ihren Markt drängen.

Diese ersten Ergebnisse waren zugleich Anstoß für Folgestudien, bei denen einzelne Branchen genauer untersucht wurden. Im Fokus standen dabei Branchen, die sich schon jetzt stark verändert haben oder sich in naher Zukunft stark verändern werden, darunter die Automobilbau-, die Pharma- und die Bankenbranche. In diesen Branchen wurden jeweils 100 Geschäftsführer und Vorstände von Unternehmen ab 20 Mitarbeitern zu Chancen, Digitaltrends und Szenarien für 2025 befragt.
 
Grundsätzlich sieht die Mehrheit der befragten Manager die Digitalisierung als Chance für ihr Unternehmen. Gleichzeitig jedoch sehen die meisten ihr eigenes Unternehmen bei der Digitalisierung als Nachzügler. Eine Minderheit sagt sogar, sie hätten den Anschluss verpasst oder dass sie sich noch nicht mit dem Thema beschäftigt haben. Nur etwa jeder vierte Befragte schätzt sein Unternehmen als Vorreiter ein. Die IT-Branche betrachten viele als Konkurrenten bei der Entwicklung disruptiver Neuerungen – also von Innovationen, die Märkte grundlegend verändern. Insbesondere Banken (65 Prozent) und die Autoindustrie (54 Prozent) fürchten Konkurrenz durch große Unternehmen der Digitalbranche wie Google, Apple oder Microsoft. Pharma-Unternehmen schätzen vor allem Start-ups als neue Wettbewerber ein. 
 
Konkurrenz disruptive Neuentwicklung

Dabei ist die Zusammenarbeit mit Start-ups ein wichtiger Indikator für die Innovationsfähigkeit und die Offenheit von Unternehmen. Immerhin je ein Drittel der Auto- und Pharmahersteller entwickelt gemeinsam mit Start-ups neue Produkte oder Dienste. Zwischen 13 und 16 Prozent unterstützen Start-ups in der einen oder anderen Form, zum Beispiel mit Förderprogrammen, aber noch arbeitet etwa die Hälfte der Unternehmen überhaupt nicht mit Start-ups zusammen.
 
Die Digitalisierung verändert auch die Arbeit in den Unternehmen. Zwei Drittel bis drei Viertel der Unternehmen sagen, dass es in Zukunft mehr spezialisierte Tätigkeiten geben wird. Gleichzeitig ist etwa die Hälfte der Auffassung, dass einfache Tätigkeiten wegfallen werden. Etwa ein Drittel der Automobilhersteller und die Hälfte der Finanzmanager sind der Meinung, dass in ihrem Unternehmen unter dem Strich Arbeitsplätze abgebaut werden.
 
Trend Spezialisierung
 
Weitere Ergebnisse präsentiert unser Studienbericht »Digitale Transformation der Wirtschaft« den Sie gratis auf unserer Website bestellen können.

 

Digitale Transformation

Studienbericht Digitale Transformation



Methodikhinweis:

Die digitale Transformation der Wirtschaft wurde ihm Rahmen mehrerer repräsentativer Unternehmensbefragungen untersucht. Dazu wurden Geschäftsführer und Vorstände deutscher Unternehmen ab 20 Mitarbeitern befragt (Gesamtwirtschaft n=505 Befragte; Automobil-, Pharma- und Bankenbranche n= 101/102/102).