Intelligentes Stromnetz: Verbraucher sind noch ...

15.03.2019 - Intelligentes Stromnetz: Verbraucher sind noch zurückhaltend

  • Jeder Dritte sieht Elektroautos als Möglichkeit, das Stromnetz zu stabilisieren
  • Zwei Drittel würden Geräte automatisch steuern lassen, um Schwankungen bei regenerativen Energiequellen auszugleichen
  • Bitkom-Positionspapier zu „Flexibilisierung im Stromsystem“

Berlin, 15. März 2019

Für das Gelingen der Energiewende ist mehr Flexibilisierung im Stromsystem von entscheidender Bedeutung. Nur wenn die Stromnachfrage dem schwankenden Stromangebot durch Wind und Sonne angepasst wird, lässt sich Netzstabilität garantieren. Doch bei den Bundesbürgern fehlt es noch an der Bereitschaft, die neuen Möglichkeiten auch zu nutzen. Gerade einmal jeder Dritte (37 Prozent) kann sich vorstellen, ein Elektroauto so in das Stromversorgungssystem einzubinden, dass ein gesteuertes Laden und die Batterie dabei helfen, das Stromnetz zu stabilisieren. Etwas mehr als jeder Zweite (56 Prozent) möchte Strom direkt von einem Zusammenschluss von Betreibern kleinerer Solarstrom-Anlagen beziehen. Und immerhin zwei Drittel (66 Prozent) der Befragten würden Geräte wie elektrische Heizungen oder Kühlgeräte automatisch so steuern lassen, dass das Stromnetz stabilisiert wird und Ressourcen geschont werden. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 1.003 Bundesbürgern ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Der Vorteil für die Bürger können dabei Tarife sein, die netz- und systemdienliches Verhalten beim Stromverbrauch belohnen, etwa beim Laden von Elektrofahrzeugen oder beim Heizen. Dazu ist aber eine digitale Infrastruktur für das Energiesystem notwendig, etwa intelligente Stromzähler.

Bitkom hat eine Reihe von Vorschlägen zur „Flexibilisierung im Stromsystem“ in einer Stellungnahme zusammengefasst, die zum Download bereitsteht: https://www.bitkom.org/Bitkom/Publikationen/Flexibilisierung-im-Stromsystem


Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1003 Bundesbürger ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Fragestellung lautete „In der Energieversorgung gibt es viele neue Akteure, wie z.B. Photovoltaikanlagenbesitzer und Speicherbetreiber. Digitale Plattformen schaffen für diese Unternehmen einen Markt. Bitte sagen sie mir, inwieweit sie künftig bereit wären, folgende Angebote zu nutzen.“ Die Umfrage ist repräsentativ für die Gesamtbevölkerung.


Die vollständige Presseinformation des Bitkom finden Sie hier.


Kontakt:
Véronique Stübinger, v.stuebinger[at]bitkom-research.de

 

App

App

App