Informatik-Hörsäle werden langsam weiblicher

25.04.2018 - Informatik-Hörsäle werden langsam weiblicher

  • 2016 entschieden sich 9.000 Frauen für ein Informatikstudium
  • Frauenanteil liegt bei 23 Prozent
  • Bitkom: Mädchen früh für digitale Technologien begeistern

Berlin, 25. April 2018

Studienanfaengerinnen Informatik Frauen entscheiden sich zunehmend für ein Informatik-Studium, sind in den Hörsälen aber weiter unterrepräsentiert. Die Zahl der Studienanfängerinnen in Informatikstudiengängen stieg 2016 um 5,2 Prozent auf 8.966 (2015: 8.519). Damit stieg der Frauenanteil etwas stärker als die Gesamtzahl der Informatik-Erstsemesterstudierenden, die um 4,8 Prozent auf 39.018 zulegte (2015: 37.219). Mit einem Anteil von knapp einem Viertel (23 Prozent) sind Frauen unter den Informatik-Studienanfängern weiter deutlich unterrepräsentiert. Das berichtet der Digitalverband Bitkom anlässlich des morgigen Girls‘ Day, dem bundesweiten Berufsorientierungstag für Mädchen ab der 5. Klasse.
 

Auf dem IT-Arbeitsmarkt haben Frauen nicht nur wegen des Fachkräftemangels besonders gute Chancen. „55.000 IT-Jobs können nicht besetzt werden, weil die Spezialisten fehlen. Viele Unternehmen suchen speziell weibliche Mitarbeiter, da sie die Vorteile von gemischten Teams erkennen.“ Um die Einstiegshürden zu senken, bieten einige Hochschulen spezielle Frauenstudiengänge an. Dazu zählt beispielsweise die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, mit der Bitkom im Rahmen des Hochschulnetzwerks kooperiert, um weibliche Studierende gezielt zu fördern.

Die Bitkom-Schulinitiative erlebe IT veranstaltet regelmäßig Programmiertage an Schulen. Gemeinsam mit dem Bitkom-Fachausschuss Frauen in der ITK veranstaltet erlebe IT am Girls‘ Day einen Coding-Workshop für Schülerinnen der 5. bis 10. Klasse von verschiedenen Berliner Schulen. Ziel ist es, die jungen Teilnehmerinnen für IT zu begeistern und ihnen spielerisch die Grundlagen des Programmierens beizubringen. Über einen projektorientierten Ansatz sollen die Schülerinnen lernen, Computer kreativ zu nutzen und eigene Ideen umzusetzen. Weitere Informationen gibt es unter www.erlebe-it.de.


Hinweis zur Methodik: Die Angaben zu den Studierendenzahlen stammen vom Bundesamt für Statistik.


Die vollständige Presseinformation des Bitkom finden Sie hier.


Kontakt:
Véronique Stübinger, v.stuebinger[at]bitkom-research.de

 

App

App

App