Großes Potenzial für Peer-To-Peer-Versicherungen

10.09.2018 - Großes Potenzial für Peer-To-Peer-Versicherungen

  • Jeder siebte Bundesbürger kann sich vorstellen, auf diese Weise seine Risiken abzudecken
  • Bislang ist das Konzept aber noch weitgehend unbekannt

Berlin, 10. September 2018

Wenn in der Wohnung eingebrochen wird, man Schuld an einem Unfall ist oder der Nachbar einen verklagt und man gezwungen ist, zum Anwalt zu gehen, sind die meisten froh, eine entsprechende Versicherung abgeschlossen zu haben. Doch statt sich individuell bei einem etablierten Versicherungskonzern abzusichern, bieten digitale Plattformen auch die Möglichkeit, sich mit Freunden und Bekannten untereinander vor solchen Risiken abzusichern. Solche sogenannten Peer-To-Peer-Versicherungen sind bei den Bundesbürgern heute zwar noch weitgehend unbekannt, haben aber großes Potenzial. So sagen aktuell nur 8 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren, dass sie den Begriff Peer-To-Peer-Versicherung bereits einmal gehört oder gelesen haben. Das dahinterstehende Konzept findet nach einer Erklärung aber jeder Siebte interessant: So sagen 4 Prozent, sie können sich sehr gut vorstellen, eine Peer-To-Peer-Versicherung abzuschließen, weitere 10 Prozent können sich das eher vorstellen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 1.006 Bundesbürgern ab 14 Jahre im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Vor allem die 30- bis 49-Jährigen sind interessiert

Jeder Fünfte (21 Prozent) ist aktuell skeptisch und kann sich eher nicht vorstellen, eine Peer-To-Peer-Versicherung zu nutzen, 62 Prozent schließen das grundsätzlich aus. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Die größte Aufgeschlossenheit gegenüber Peer-To-Peer-Versicherungen gibt es in der Altersgruppe zwischen 30 und 49 Jahren. Unter ihnen kann sich sogar rund jeder Fünfte (19 Prozent) vorstellen, ein entsprechendes Angebot zu nutzen. Bei den Jüngeren zwischen 14 und 29 Jahre sind es 13 Prozent, bei den 50- bis 64-Jährigen 12 Prozent und bei den Älteren ab 65 Jahre immerhin auch noch 11 Prozent.


Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.006 Bundesbürger ab 14 Jahren telefonisch befragt. Die Fragestellungen lauteten: „Haben Sie schon einmal von sogenannten Peer-to-Peer-Versicherungen gehört oder gelesen?“ und „Bei Peer-To-Peer-Versicherungen versuchen die Anbieter, größere Gruppen von Versicherungsnehmern zusammenzubringen, die Risiken ohne ein etabliertes Versicherungsunternehmen untereinander günstiger als bei klassischen Policen absichern. Inwieweit können Sie sich vorstellen, eine solche Peer-To-Peer-Versicherung abzuschließen?“


Die vollständige Presseinformation des Bitkom finden Sie hier.


Kontakt:
Franz Grimm, f.grimm[at]bitkom-research.de

 

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