Online-Unterstützung im OP-Saal ist für viele eine Option

  • 56 Prozent würden sich einer Operation unterziehen, die aus der Ferne von Spezialisten unterstützt wird

Berlin, 10. September 2021

Ob Routine-Eingriff oder lebensrettende Operation: Wenn Spezialwissen einer besonderen medizinischen Fachrichtung erforderlich ist, müssen Patientinnen und Patienten nicht zwingend in ein spezialisierteres Krankenhaus wechseln. Voll digitalisierte Operationssäle machen es möglich, dass Ärztinnen und Ärzte per Video zugeschaltet werden und dem Operations-Team vor Ort Hinweise zur Ausführung des Eingriffs geben. Eingesetzt wird diese Methode bislang noch wenig in Deutschland – ein großer Teil der Menschen ist jedoch offen für die Online-Unterstützung im OP: So sagen 56 Prozent, sie würden sich unter solchen Umständen operieren lassen – sehr wenige (1 Prozent) haben dies sogar schon einmal getan. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.157 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren. Demnach ist der Zuspruch für eine Video-Unterstützung bei einer OP über alle Altersklassen hoch: 66 Prozent der 16- bis 29-Jährigen können sich dies vorstellen, 52 Prozent der 30- bis 49-Jährigen und 62 Prozent der 50- bis 64-Jährigen. Auch bei den über 65-Jährigen ist der Anteil derer, die eine OP per Online-Unterstützung aus der Ferne durchführen lassen würden, mit 49 Prozent hoch.

 

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Im Mai 2021 wurden dabei 1.157 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Frage lautete: „Welche der folgenden digitalen Angebote haben Sie bereits genutzt bzw. können Sie sich vorstellen, künftig zu nutzen?“

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