Kultur, Veranstaltungen, Gastronomie: Mehrheit wünscht sich Registrierung per App

  • Mehr als die Hälfte will sich digital registrieren
  • Lediglich ein Fünftel bevorzugt eine Liste auf Papier – bei Älteren ein Drittel

Berlin, 21. Mai 2021

Kurz vor dem Pfingstwochenende haben viele Bundesländer ihre Außengastronomie wieder geöffnet, zugleich sind kulturelle Veranstaltungen unter bestimmten Auflagen erlaubt. Die Voraussetzungen für die Gäste sind dabei zwar höchst unterschiedlich, beinhalten aber meistens, dass die eigenen Kontaktdaten hinterlegt werden müssen. Die Menschen in Deutschland haben dafür eine deutliche Präferenz: Mehr als die Hälfte (55 Prozent) möchte sich am liebsten per App registrieren: 28 Prozent bevorzugen die Corona-Warn-App, 27 Prozent eine andere App, etwa die Luca-App oder eGuest. Lediglich ein Fünftel (21 Prozent) möchte sich handschriftlich registrieren: 19 Prozent auf einer ausliegenden Liste sowie 2 Prozent auf einem Zettel, der beim Personal abgegeben wird. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung unter 1.004 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren, die von Mitte April bis Mitte Mai 2021 durchgeführt wurde.

 

Demnach bevorzugen vor allem ältere Menschen die Variante auf Papier: 35 Prozent der Seniorinnen und Senioren über 65 Jahren wollen sich lieber handschriftlich registrieren – jedoch nur 19 Prozent der 50- bis 64-Jährigen, 16 Prozent der 30- bis 49-Jährigen sowie 14 Prozent der 16- bis 29-Jährigen. Die Jüngeren sind dagegen Vorreiter, wenn es um die digitale Erfassung geht: 70 Prozent der 16- bis 29-Jährigen, 63 Prozent der 30- bis 49-Jährigen und 61 Prozent der 50- bis 64-Jährigen setzen auf eine Registrierung per App – bei den über 65-Jährigen sind es noch 27 Prozent. 

Diejenigen, die die Registrierung per App bevorzugen, nennen vor allem eine unkomplizierte Erfassung der Daten als Vorteil (50 Prozent). Fast ebenso viele (47 Prozent) heben die bessere Unterstützung der Gesundheitsämter hervor. Etwas mehr als ein Drittel sieht die schnellere Unterbrechung von Infektionsketten als Vorteil (37 Prozent). Ein Viertel der Menschen in Deutschland sieht ein geringeres Infektionsrisiko, da der Kontakt zu Stift und Papier vermieden wird (24 Prozent). Bei denjenigen, die eine handschriftliche Registrierung vornehmen wollen, nennen die meisten als Grund, dass eine Registrierung auf diese Weise einfacher sei als per App (42 Prozent). 39 Prozent machen sich Sorgen um den Datenschutz und 35 Prozent besitzen kein Smartphone. 

8 Prozent sagen übrigens, sie würden grundsätzlich nicht in Restaurants oder zu Veranstaltungen gehen, wenn sie sich dafür registrieren müssten. 13 Prozent wollen mit dem Besuch warten, bis die Pandemie komplett vorüber ist.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom im April und Mai 2021 durchgeführt hat. Dabei wurden 1.004 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren befragt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Fragen lauteten: „Wenn Restaurants und Cafés oder kulturelle Veranstaltungen wie Theater und Kino unter der Maßgabe, dass alle Gäste registriert werden müssen, wieder öffnen würden, auf welche Weise würden Sie sich dann am liebsten registrieren lassen?“; „Warum würden Sie sich am liebsten handschriftlich registrieren lassen?“, „Welche Vorteile sehen Sie in der elektronischen Registrierung per Corona-Warn-App oder einer anderen App zur Kontaktverfolgung?“

Zurück zur Übersicht

AP Felix Lange
Felix Lange
Junior Research Consultant
Nachricht schreiben