Kofferchaos am Flughafen: Digitale Sender helfen bei der Gepäcksuche

  • Zwei Drittel der Urlaubsreisenden haben Interesse an digitalen Gepäck-Trackern oder nutzen sie bereits

Berlin, 14. Juli 2022
Flugreisende müssen aktuell mit einem Koffer-Chaos an den Flughäfen rechnen. Vermehrt kommen Gepäckstücke erst mit großer Verspätung an oder gehen verloren. Bei der Koffersuche können kleine Sender helfen, die man einfach in Taschen oder Koffer legt oder am Gepäck befestigt. Anschließend kann man das Gepäckstück per App in Echtzeit nachverfolgen und lokalisieren. 5 Prozent der Urlaubsreisenden setzen diese Minisender bereits ein, weitere 58 Prozent interessieren sich dafür. Das zeigt eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 1.000 Personen ab 16 Jahren in Deutschland. „Wenn sich Koffer und Taschen im Flughafen oder Hotel türmen, können Reisende ihr Gepäckstück mithilfe digitaler Sender schneller ausfindig machen. Diese befinden sich am oder im Gepäck und sind mit einer App verbunden, die angibt, wie weit Koffer oder Rucksack vom Smartphone entfernt ist – sogar die genaue Richtung kann angezeigt werden“, erklärt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Auch in der Bahn oder an anderen Orten helfen die Sender, sein Gepäck zu orten.“

Der Wunsch, das eigene Gepäck mit digitalen Technologien schnell wiederzufinden, ist dabei keine Generationenfrage. Sowohl Reisende zwischen 16 und 29 Jahren (58 Prozent) als auch Ältere ab 65 Jahren (55 Prozent) würden ihr Gepäck gerne mit digitalen Sendern ausstatten, ebenso 30- bis 49-Jährige (58 Prozent) und Reisende zwischen 50 und 64 Jahren (62 Prozent). Für Schlüssel oder Geldbeutel eigenen sich die digitalen Tracker ebenso wie für das Hundehalsband oder das Fahrrad. Auch wer sein Auto in einer unbekannten Stadt oder auf einem großen Parkplatz nicht mehr findet, kann sich von den Minisendern führen lassen.

Die Sender gibt es von verschiedenen Anbietern. Manche erlauben die Ortung auch über weite Entfernungen, da sie Mobilgeräte, die andere Nutzerinnen und Nutzer des Dienstes freigegeben haben, zur Lokalisierung verwenden. Andere kommunizieren nur mit dem eigenen Smartphone, so dass die Position des Anhängers auf eine Distanz von maximal 50 bis 100 Meter zu orten ist.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.005 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt, darunter 935 Urlaubsreisende. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Fragestellung lautete: „Welche der folgenden Angebote haben Sie bereits genutzt bzw. würden Sie gern nutzen, wenn Sie auf Reisen gehen?“

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Bettina Mütze
Bettina Lange
Senior Research Consultant
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