Corona als Digitalisierungs-Crashkurs fürs Management

  • 8 von 10 Managern haben digitale Technologien ausprobiert und persönlich dazugelernt
  • Aber 19 Prozent möchten nach der Pandemie wieder analoger arbeiten

Berlin, 17. Mai 2021

Die Pandemie hat viele Unternehmen gezwungen, Arbeitsabläufe und Geschäftsmodelle zu verändern – und sie hat auch zu Lerneffekten an der Unternehmensspitze geführt. So haben 8 von 10 Managerinnen und Manager durch Corona neue Technologien ausprobiert (82 Prozent) und dabei nach eigener Aussage viel über Digitalisierung gelernt (80 Prozent). Ebenso viele (82 Prozent) räumen ein, dass die Corona-Pandemie ihre persönlichen Vorbehalte gegenüber der Digitalisierung abgebaut habe. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 502 Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern, Vorständen und Digitalisierungsverantwortlichen von Unternehmen mit 20 oder mehr Beschäftigten in Deutschland. 

Allerdings gibt auch etwa jede und jeder Zweite (47 Prozent) zu, sich manchmal überfordert zu fühlen, weil häufiger über digitale Themen gesprochen wird, von denen sie selbst nicht so viel verstehen. Das gilt vor allem für kleinere Unternehmen mit 20 bis 99 Beschäftigten, dort liegt der Anteil sogar bei 50 Prozent. Bei Unternehmen mit 100 bis 499 Beschäftigten sind es 38 Prozent, bei Großunternehmen ab 500 Beschäftigten nur 29 Prozent. An der Spitze fast jedes fünften Unternehmens (19 Prozent) gibt es den Wunsch, nach der Corona-Pandemie wieder weniger digital zu arbeiten als heute. Auch hier könnten kleinere Unternehmen wieder stärker in alte Muster zurückfallen als große. Bei den Unternehmen mit 20 bis 99 Beschäftigten sind es 21 Prozent, bei denen mit 100 bis 499 Beschäftigten nur 15 Prozent und unter den Großunternehmen ab 500 Beschäftigten ist es sogar nur rund jedes Zehnte (11 Prozent), in dem wieder verstärkt analog gemanagt wird.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 502 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern in Deutschland im März und April 2021 telefonisch befragt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Fragestellung lautete: „Zum Schluss geht es um Ihre persönlichen Erfahrungen seit Beginn der Corona-Pandemie. Bitte sagen Sie, inwiefern die folgenden Aussagen auf Sie zutreffen bzw. nicht zutreffen.“

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AP Felix Lange
Felix Lange
Junior Research Consultant
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